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Patricia Ertl

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westliche Astrologie

Infovortrag über Astrologie im Sonnenbühl auf dem Üetliberg am 27.08.2016

Astrologie verbindet den Himmel mit der Erde. Sie ist eine Bilder-, Symbol- und Analogiesprache, welche die menschliche Natur in ihren verschiedenen Facetten differenziert abbildet. Sie ist ein Spiegel zur Selbsterkenntnis und zum tieferen Verständnis der Geschehnisse in unserer Welt. Als Weisheit von den Sternen erinnert sie uns an die Weite des Kosmos in unserem eigenen Inneren.                 

FASZINATION ASTROLOGIE: Infofilm über Astrologie

Die westliche Astrologie lässt sich, soweit heute bekannt, zurück verfolgen bis ins alte Sumer und Babylon. Sie hat somit eine mehrtausendjährige Tradition und entwickelte sich durch die verschiedenen Zeiten und Kulturen mit ihren jeweiligen Sichtweisen und Wertungen. Astrologie und ihre Deutung ist immer ein Spiegel des menschlichen Bewusstseins. Ihre Werkzeuge sind einerseits uralt und werden andererseits stetig weiter entwickelt.

Tropischer Tierkreis

Die westliche Astrologie arbeitet mit dem tropischen Tierkreis. Aus geozentrischer Sicht bezeichnet er den Lauf der Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn (Ekliptik) um die Erde. Etwas vereinfachend bezeichne ich ihn auch als „Jahreszeiten-Tierkreis“, obwohl er auch auf der Südhalbkugel der Erde, wo die Jahreszeiten umgekehrt sind, gleichermassen funktioniert. Wenn wir auf der Sonne wären, würden wir natürlich erkennen, dass die Ekliptik die Bahn der Erde um die Sonne darstellt. Aber da wir als Menschen alle auf der Erde leben, werden in der Astrologie alle Bewegungen der Himmelskörper aus geozentrischer Sicht, d.h. von der Erde aus gesehen, dargestellt. So sagen wir z.B. „die Sonne geht am Morgen auf“, obwohl wir im Astronomie-Unterricht gelernt haben, dass es nicht die Sonne ist, die sich bewegt, sondern die Erde, die sich um sich selber dreht und dadurch den Tag-und Nachtrhythmus verursacht.

Bahn der Sonne

Die Bahn der Sonne umfasst 360° und wird in 12 gleich lange Abschnitte à 30° geteilt, das sind die zwölf Tierkreiszeichen der westlichen Astrologie. Dieser Tierkreis wird tropisch genannt, weil er sich an den Sonnenwenden (Solstitien) orientiert (griechisch tropos = Wendepunkt), d.h. ursprünglich wohl an der Wintersonnenwende. Er beginnt bei 0° Widder und endet bei 30° Fische. Sein Beginn wird definiert durch den sogenannten Frühlingspunkt, die Tag- und Nachtgleiche (Äquinoktium) im Frühjahr, die gemäss unserem aktuellen Kalender meist am 21. oder 22. März stattfindet.

Äquinoktien und Solstitien, die vier grossen Kardinalpunkte der Sonne, sind schon seit Tausenden von Jahren bekannt. Ich vermute, dass sie nach der neolithischen Revolution, dem Beginn der Ackerbaukulturen, als Orientierungsmass für das Kalenderjahr immer grössere Bedeutung bekamen. Von daher betrachte ich diesen Tierkreis als uralt und archaisch, weil er den Menschen schon seit Urzeiten den Rhythmus des Jahreskreises bewusst machte. Als astrologische Einteilung ist der tropische Tierkreis mindestens seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen (Euktemon, griechischer Astronom) und wurde vielleicht schon von den Babyloniern übernommen.

Alte Modelle - neue Wege

Die westliche Astrologie ist stark auf den Stand der Sonne in den Zeichen ausgerichtet. Damit haben wir uns hier lange identifiziert. Das entspricht der solaren und patriarchalen Philosophie der westlich-modernen Welt.Die Deutungen der modernen psychologischen Astrologie sind stark geprägt von den entsprechenden gesellschaftlichen und kulturellen Wertungen. Gerade für Frauen sind die herkömmlichen patriarchal-astrologischen Deutungen sehr einschränkend. Ebenso werden Männer durch die einseitigen Ansichten dieses Weltbildes in Rollenmuster gedrängt, die sich letztlich destruktiv auswirken. Die bisher geläufige westliche Astrologie ist nicht mehr zukunftstauglich und führt unser Bewusstsein nicht weiter.  Es wird Zeit, dass sich auch die moderne westliche Astrologie wieder an ihre Ursprünge und Wurzeln erinnert, die damals noch ganzheitlich und naturverbunden waren. Erst in der Wiederverbindung mit den alten Quellen der Weisheit werden wir Wege finden, die den Himmel wieder mit der Erde verbinden.

Zeichen

Aus den Zeitschriften weiss heute praktisch jeder, dass es in der Astrologie zwölf Zeichen gibt. Selbst wer mit Astrologie nichts am Hut hat, kennt "sein Zeichen" und einige oberflächliche Schlagwörter darüber. Dass hinter diesen Zeichen ganze Dimensionen an Wissen und Weisheit verborgen sind, ist jedoch den meisten nicht bekannt. Über jedes einzelne der zwölf Zeichen liesse sich ein Buch schreiben. In der Ganzheit dieser Zwölf ist die gesamte Vielgestaltigkeit unseres Lebens auf dieser Erde enthalten. 

 

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Polaritäten

Zeichen der Paare

Die zwölf Tierkreiszeichen lassen sich gruppieren in sechs Zeichenpaare, die einander jeweils gegenüber liegen. Sie bilden Polaritäten-Paare, die ursprünglich untrennbar zusammen gehörten:

Widder und Waage, Stier und Skorpion, Zwillinge und Schütze, Krebs und Steinbock, Löwe und Wassermann, Jungfrau und Fische

Die Energien dieser Pole ziehen sich gegenseitig an. Es lässt sich oft beobachten, wie Menschen mit Besetzungen dieser Zeichen zueinander finden, sei es als Liebespaare oder in mannigfachen Beziehungen in Familie und Beruf.

Weil wir in einer Welt gespaltener Polaritäten leben, tendieren wir dazu, uns mit einem der beiden Pole zu identifizieren. Die andere Seite verdrängen wir oftmals oder projizieren sie in die Aussenwelt. Jedes Zeichenpaar zeigt solche typischen Aufspaltungen, die eine enorme Anziehungskraft aufeinander ausüben, leider nicht immer in harmonischer Art. Die seelische Aufgabe besteht jedoch in der rhythmischen Wiedervereinigung der Kräfte zu einer lebendigen, gesunden Ganzheit. In diesem Sinne bilden alle Zeichenpaare miteinander eine energetische Verbindung, die wie ein gemeinsamer Tanz gelebt werden kann.

In der Symbolsprache der Astrologie kommt die Zusammengehörigkeit der Zeichenpaare immer wieder wunderschön zum Ausdruck. Seit 1993 erforsche ich diese einstigen Tierkreispaare und habe eine grosse Sammlung von Bildmaterial dazu zusammengetragen. Dabei machte ich die Erfahrung, dass eine Brille mit zwei Gläsern viel mehr Tiefenschärfe ermöglicht wie der Blick durch ein Monokular. Erst wenn beide Hälften in ihrer Verbindung erkannt werden, wird der Sinn des Ganzen sonnenklar. In den Kursen "Tierkreis der Göttin" habe ich diese einzigartige Sammlung der Zeichenpaare auszugsweise präsentiert und hoffe, dereinst darüber auch ein Buch veröffentlichen zu können.

 

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Planeten


Die Planeten sind Funktionsorgane unserer Seele. Sie können verglichen werden mit Schauspielern auf der Bühne unser Psyche. Sie stellen spezifische Energien dar, die sich in unterschiedlichen Rollen betätigen. In unserer Welt der Polaritäten von Freud und Leid sind auch die Planeten Repräsentanten dieser polaren Aspekte. In der vedische Astrologie werden sie daher unterschieden in Wohl- und Übeltäter. Aber auch jeder Planet selber trägt in sich die Möglichkeit der Polarität. Jeder kann sich wohl- oder übeltätig zeigen oder mehr in seiner Yin- oder Yangqualität. In der traditionellen Astrologie werden sie aufgeteilt in männliche und weibliche Planeten. Astrologie anders sieht das anders: Wir sind nicht mehr den Rollendefinitionen der Geschlechter ausgeliefert, wie sie uns von Gesellschaft und Kirche bis vor kurzem aufdiktiert wurden und wodurch noch die Generation unserer Eltern in ihrer Freiheit eingeschränkt wurde.

Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, hat alle Planeten im Horoskop zur Verfügung, und wir leben heute in einer Zeit und in einem Land, wo es grundsätzlich sowohl Männern wie Frauen möglich ist, alle diese Kräfte zu integrieren, sofern das dafür nötige Bewusstsein entwickelt wird. Astrologie anders vermeidet wenn möglich die bisher üblichen Geschlechterzuordnungen der astrologischen Symbole, denn daraus entstehen zahllose schwierige Missverständnisse. Für die Entwicklung von Frauen und Männern zu grösserer Freiheit ist es ein entscheidender Schritt, die geschlechterspezifischen Prägungen, die uns seit 5000 Jahren Patriarchat aufgezwungen wurden, aufzudecken und bewusst zu erkennen. Es ist wichtig, die Eigenschaften und Potenziale der Planeten im individuellen Horoskop differenziert kennenzulernen. Jeder Planet ist wie eine Person bzw. ein Persönlichkeitsanteil, den wir kennenlernen möchten. Je nach Lebenssituation und Lebenszeit spielen sie eine andere Rolle. Je besser wir unsere persönlichen Planeten kennen, desto bewusster und liebevoller können wir mit ihnen umgehen. Wir können sie dann gezielt einsetzen gemäss ihren Stärken. Wenn die Lebensgesetze ihren Einsatz auf die Bühne aufrufen (gemäss Alterspunkt, Dasa-Bhuktis, Transiten etc), dann können wir bewusst das Regiebuch in die Hand nehmen und dem Planeten seine Rollenanweisungen geben.

Sonne
Die Sonne ist das Licht unseres Selbst-Bewusstseins. Sie trägt in sich das grosse Spektrum vom selbstsüchtigen Ego bis zum göttlichen "Atma" (das geistige Licht in uns). Gemäss dem Grad ihres inneren Lichtes (Erleuchtung) manifestiert sie sich individuell sehr unterschiedlich. Auf den niederen Stufen des Menschseins, die noch stark an die Beschränkungen der körperlichen und materiellen Lebensumstände gebunden sind, zeigt sie sich als mehr oder weniger egozentrischer Eigenwille und wird darum in der vedischen Astrologie als übeltätiger Planet gesehen. Ein starkes Ego ist jedoch Voraussetzung für die Herausforderungen des spirituellen Weges. Die Stärkung einer gesunden Ich-Kraft ist darum eine wichtige Aufgabe, vor allem für Frauen. Erst wenn das eigene Licht wieder strahlt, kann sich die Sonne weiter entwickeln, über die Ego-Stufe hinaus, und sich in den Dienst des höheren Selbst stellen. Sie wird dann fähig, sich für ego-übergeordnete Ziele einzusetzen. Sie dreht sich dann nicht nur um ihre eigene kleine Welt, sondern expandiert auf grössere Ebenen und engagiert sich für die Gemeinschaft, für ein Projekt oder eine Vision, die der ganzen Erde dient. Dann setzt sie ihren freien Willen ein, um schöpferisch tätig zu werden zum Wohle aller. Letztlich will die Sonne als Ausdruck unserer einzigartigen Individualität wieder zur Repräsentantin der göttlichen Kraft werden, aus welcher sie ursprünglich geboren wurde und die ihre eigentliche Lichtnatur ist.

Mond

Jupiter

Merkur

Venus

Mars

Mars ist unsere Antriebsenergie. Ohne Mars läuft gar nichts und wir hängen nur müde herum. Ohne ihn haben wir keine Energie, irgendetwas anzufangen. Erst Mars gibt uns die Kraft, im Aussen aktiv zu werden und gezielt zu handeln. Mit ihm können wir zupacken, Aufgaben "in Angriff nehmen", konkret eine Arbeit leisten. Er ist unsere Muskelkraft, die uns befähigt für all unsere Bewegungen. Mit ihm können wir wandern und joggen und im Garten die Erde umstechen. In der Sexualität verkörpert er die männliche Libido. Wenn wir uns verteidigen müssen, ist er unser Schwert, das wir aus der Scheide ziehen, um zu kämpfen. In der negativen Polarität manifestiert er sich als Angriffswaffe, schiessende Gewehre, Vergewaltigung, blutig zustechende Messer, Gewalt in all ihren Formen. Nicht Mars entscheidet über seine Anwendung, sondern die Hand, die ihn ihn führt bzw. der Kopf, der ihn steuert. Ohne Mars können wir uns in der Welt nicht durchsetzen. Er gibt uns Mut für persönliche Wagnisse. Aber ungesteuert oder als Instrument dunkler Gesinnung kann er sehr destruktiv werden. Dann stösst er in seiner Wut impulsiv zu, gedankenlos und ohne Vor- und Rücksicht, was bei uns selber und bei Anderen zu Verletzungen führt. In blinder Aggression entflammt er Kriege. Im Patriarchat einer völlig aus dem Gleichgewicht geratenen, einseitig männerdominierten Welt wird er hemmungslos eingesetzt zur Zerstörung des Lebens. Ursprünglich war Mars jedoch die Kraft, die dem Leben zum Durchbruch hilft und seine Entfaltung schützt. Bei jeder Geburt wird er schubweise aktiv und gibt Kraft und Antrieb, neues Leben in die Welt hinaus zu gebären. In diesem Sinne ist Mars eine geradezu archetypisch weibliche Energie. In der Natur ist er die Energie des Monats März, der den Pflanzentrieben ermöglicht, durch die noch kalten, dunklen Erdschichten empor zum Licht zu dringen.
Mars-Transite können anzeigen, wann wir einen Energieschub bekommen, um etwas neu zu wagen. Sie können aber auch ein Ärgernis anzeigen, manchmal taggenau. Wenn wir sehen, dass Mars auf uns zukommt, können wir uns also entsprechend wappnen, um ihm bewusst zu begegnen und seine Energie adäquat zu nutzen. Dann werden wir nicht von Ärger übermannt, sondern können ihn brauchen, um mutig zu handeln.

Saturn

Uranus

Neptun

Pluto

Natürlich gehört Pluto immer noch dazu. Auch wenn er im Jahr 2006 durch die internationale astronomische Union IAU vom Planeten zu einem "Zwergplaneten" umdefiniert wurde. Das kümmert Pluto wenig. Er wirkt trotzdem so machtvoll wie bisher. Forschungen mit weiterem Horizont, wie z.B. diejenigen von Hartmut Warm, einem Lauscher der Sphärenharmonien, zeigen klar, dass Pluto mit ins energetische Gesamtgefüge unseres Sonnensystems eingefügt ist. Wo immer es um Leben und Tod, Geburt und Transformation geht, spricht Pluto sein Wort. Je nach unserem Lebensplan und Bewusstsein kann sich das auch in recht extremen Manifestationen zeigen, womöglich unsichtbar, aber jedenfalls unüberhörbar. Wer immer zum Höchsten und Tiefsten strebt, kommt an Pluto nicht vorbei und findet in ihm die Kernenergie für erstaunliche Verwandlungen, die zuvor vielleicht unmöglich schienen.