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Patricia Ertl

Lindenfeld 2b

8926 Kappel a. Albis

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Welt der Polarität

Polarität

Wir leben in einer Welt polarer Gegensätze: Himmel und Erde, Geist und Materie, Tag und Nacht, Licht und Schatten, warm und kalt, trocken und feucht, Berggipfel und tiefe Täler, Mann und Frau, jung und alt, u.s.w. Diese natürlichen polaren Paare bedingen einander und ergänzen sich zu einer Ganzheit. Zusammen bilden sie ein dynamisches Gleichgewicht. Die ganze Natur ist ein komplexes System voller Polaritäten, die miteinander in lebendiger Balance stehen. Die Idee von Polarität wird wunderschön dargestellt durch das Yin-Yang-Symbol:     yin-yang

Wo so ein System aus dem Gleichgewicht fällt, da entstehen Störungen und Krankheiten aller Art. Es war das Bestreben früherer menschlicher Kulturen, im Einklang zu bleiben mit den himmlischen Gesetzmässigkeiten. Gemäss dem Leitsatz "wie oben - so unten" (wie im Himmel so auf Erden: sowohl als auch) erneuerten sie immer wieder die lebendige Verbindung der grossen Polaritäten in den acht sakralen Jahreszeitenfesten und in den täglichen heiligen Ritualen.

Vor allem wurden die sichtbaren mit den unsichtbaren Welten noch verbunden erlebt. Die Menschen pflegten den Kontakt mit den verstorbenen Ahnen und mit den Naturgeistern. Hüben und drüben waren beide Seiten der Ganzheit. Dieses Einheitsbewusstsein ist uns verloren gegangen und seither leben wir in der Illusion der Trennung.

Dualität

Seit rund 5000 Jahren leben wir im Patriarchat. Für mich ist es ein System von "Spaltungsbewusstsein". Sein Urmotiv ist die Spaltung der Urschlange der Ganzheit (Uroboros): ein Sonnenheld schlägt der Drachenschlange mit seinem Schwert den Kopf ab (z.B. Perseus und Medusa). Diese Entzwei-Trennung durchzieht als Motiv alle Lebensbereiche. Dieses Prinzip verstehe ich als Dualität. Es ist die Spaltung und Trennung der Polaritäten, wobei eine Seite als der anderen übergeordnet definiert wird. Sie entspricht der "entweder-oder"-Mentalität. Es gilt zu entscheiden zwischen "richtig" oder "falsch", gut oder böse, viel oder wenig, reich oder arm, gesund oder krank, Ordnung oder Chaos, Opfer oder Täter, Freund oder Feind, Macht oder Ohnmacht, etc. Wehe, wer auf der falschen Seite steht!

Sehr bekannt ist die patriarchale Wertung der menschlichen Geschlechter: Dem Männlichen wurde die Sonne zugeordnet, das Licht, das Göttliche, das Aktive und Starke. Wohingegen dem Weiblichen der Mond zudefiniert wurde, das "unbewusst-Instinkthafte", nurmehr das Sonnenlicht passiv reflektierende. Aus diesen Konstrukten und Wertungen entstanden fatale Folgen. Das Licht (Mann) stand oben, das Dunkle (Frau) stand unten und wurde seither entsprechend unter-bewertet, was sich heute noch spiegelt in der Unterbewertung von Frauenarbeit, in der Unterbezahlung von Frauenberufen, in der Unterbesetzung von Frauen in Wirtschaft und Politik, etc. Das Weibliche wurde mit Körper, Materie, Erde verbunden und gemäss dem Befehl "Macht euch die Erde untertan!" auf allen diesen Ebenen ausgebeutet bis zur völligen Zerstörung. Noch heute werden in der patriarchalen Astrologie die Elemente Erde und Wasser als weiblich bezeichnet, wohingegen Feuer und Luft als männlich gelten. Entsprechend ziehen sich diese Bezeichnungen durch die Zeichen des Tierkreises. Durch diese Mentalität ist das Leben auf dem Planeten Erde heute in Gefahr, weitflächig ausgelöscht zu werden.  Das spaltende Prinzip von Dualität sehe ich in folgendem Symbol:                                                                                                                                        

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Wir sind aus der Einheit gefallen, mit der wir einst verbunden waren. Geist wurde von Materie abgespalten bzw. existiert in diesem Weltbild gar nicht mehr. Patriarchal-männliche Naturwissenschaft definiert die Realität. Natur und Kosmos wurden zu leblosen Objekten ent-seelt, die Welt entzaubert. Der Himmel scheint weit oben, die Sterne unerreichbar, Gott ist weit weg und die Göttin verschwunden. Entsprechend öde und leer fühlen sich die Menschen. Psychische Krankheiten grassieren, Depressionen verdunkeln die Welt. Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den höchsten Suizidraten. 

Gegenseitige Abwertung statt Wertschätzung und Ergänzung

Das spaltende Bewusstsein des Patriarchats zeigt sich in tausendfältigen Trennungen von einstigen Ganzheitssystemen mit Abwertung der anderen Seite. So wird z.B. die Astrologie heute strikte getrennt von der Astronomie, obwohl die beiden noch bis ins 17.Jahrhundert untrennbar zusammen gehörten. Immer wieder erlebe ich, wie die Astrologie von Astronomen lächerlich gemacht und fast schon feindselig behandelt wird. So ein "Schwesternstreit" lässt sich auch zwischen Astrologie und Theologie beobachten.Und innerhalb der Astrologie streiten sich westliche und vedische Astrologie darüber, welcher Tierkreis der richtige sei. Jede Seite wertet die andere ab, dieses Denken zieht sich durch alle Ebenen. Innerhalb der gerade erst wieder entdeckten Fixsterne-Astrologie gibt es ebenfalls zwei Methoden, die einander abwerten. Jede hält sich selbst für die richtige und die andere für die falsche. Ich halte das für so schade, so unnötig, so destruktiv. Es wird höchste Zeit, dass duales Denken wieder hinfindet zu polarem Denken. Versöhnung und Erkenntnis ist not-wendig. Nur so können Spaltungen überwunden werden. Durch Wiederverbindung der Polaritätenpaare wird neue Energie zur Verfügung stehen für kreative Schöpfung, die dem Leben dient.

Astrologie der Ganzheit

Wenn wir wieder zur Einheit der Vielfalt finden, kann Heilung geschehen. Heil bedeutet Ganzwerdung (englisch whole). Wiederintegration der verdrängten, abgespaltenen eigenen Anteile. Heil macht gesund. Es ist kein Zufall, dass heil und heilig so nahe beisammen liegen. Spiritualität ermöglicht Zugänge zum Gesundwerden und Heilsein, sofern sie heilsam verstanden wird und die Pole von Geist und Materie nicht weiter aufspaltet, sondern wieder verbindet. Jesus lebte im Ganzheitsbewusstsein, wenn er sagte: "Gott und ich sind eins" (Joh. 10,30). Es ist allerhöchste Zeit, dass wir die vielen Teile, in die wir die Welt und uns selber zerstückelt haben, wieder zusammensammeln, so wie im Mythos die Göttin Isis die zerstreuten Teile von Osiris wieder sammelte und sie neu zum Leben erweckte.

Ein Symbol dieser Rückverbindung (re-ligio) mit der Ganzheit ist die Schlange Ouroboros

 ouroborosDie Schlange war seit Urzeiten ein Symboltier für Verbindung und Heilung. Der ganze Tierkreis kann gesehen werden als grosse ALL-umfassende kosmische Schlange. Innerhalb des Zodiaks ist es das Zeichen Skorpion, welches die gesamte Schlangen- und Drachensymbolik umfasst, in ihrer ganzen Vielschichtigkeit von Tod und Leben und der damit assoziierten Archetypen. 

 Ausweg aus der Dualität

Wenn wir uns identifizieren mit der äusseren Welt voller Gegensätze, werden wir ständig hin- und hergerissen. Der Ausweg aus dieser Zerrissenheit und aus den Zwei-feln des Verstandes liegt im Weg zur Mitte. Innenkehr und Distanznahme zu den äusseren Ver-rückt-heiten, die uns so viel Aufruhr verursachen, ist im wahrsten Sinn des Wortes not-wendig. Der erste Schritt auf diesem Weg heisst detachment, ein englisches Wort für Distanz, Loslösung, Befreiung. Für diesen Schritt (und seine Fortsetzung) braucht es eine bewusste Entscheidung. Dafür sind wir ausgerüstet mit dem freien Willen: jederzeit haben wir die Wahl, in welche Richtung wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Je mehr wir ins Zentrum des Horoskopkreises finden, in den Bereich innerer Stille, desto mehr finden wir in einen Seinszustand von Freiheit und Liebe. In Indien würde man vielleicht sagen, dort finden wir den Kelch mit Amrita, dem Trank der Seligkeit.  

 

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Matriarchat


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Patriarchat

Archetypen

Astrologieanders erforscht die Ursprünge und die Entwicklung der heute gelehrten Astrologie und geht dabei über die Grenzen des gewohnten Denkrahmens hinaus. Sie untersucht Zusammenhänge von unterschiedlichen Ebenen menschlichen Seins und verschiedener zeitlicher Epochen. Dabei hinterfragt sie kritisch die sogenannten Archetypen, wie sie als Urbilder des kollektiven Unbewussten gängigerweise bekannt sind. Die Bildersprache der Archetypen wurde insbesondere bekannt durch den Schweizer Psychologen und Psychiater C.G.Jung. Seinen Werken haben wir viel zu verdanken. Dennoch wurde oft übersehen, dass das Weltbild von C.G.Jung durchzogen war von patriarchalen Denkmodellen, die von seiner Anhängerschaft noch lange (und zum Teil bis heute) weitgehend unhinterfragt verwendet werden.

Die patriarchale Astrologie ist stark geprägt von den herkömmlichen Archetypen. So gilt z.B. das Zeichen Widder als männlich, draufgängerisch, kämpferisch und der dazugehörige Planet Mars wird manchmal sogar als Archetyp des Kriegers dargestellt. Dabei gehen die weiblichen Ursprünge völlig vergessen. Es wird unreflektiert die Einseitigkeit der patriarchalen Archetypenlehre wiedergegeben, ohne die Herkunft dieser Energien miteinzubeziehen. So kann der Widder als erstes Zeichen des Zodiaks genauso gut als Archetyp der Geburt gesehen werden und aus dieser Sicht als archetypisch weiblich, denn gebären ist weltweit seit Anbeginn eine weibliche Aktivität.

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Zukunft


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